Lerngang: Case and Care Management - Weiterbildung §64 GuKG

Anbieter:
IBG-Institut für Bildung im Gesundheitsdienst GmbH
Ort, Bundesland, Land:
Bad Schallerbach, Oberösterreich, Österreich
Typ:
berufsbegleitend
Abschluss:
Staatsgültiges Zeugnis (Staatsgültiges Zeugnis)
Dauer:
2 Semester

Die Ausbildung

Gesundheits- und Sozialeinrichtungen sind mit gesellschaftlichen Veränderungen konfrontiert: der demographischen Entwicklung mit der Zunahme von alten und multimorbiden Menschen und den veränderten familiären und sozialen Strukturen. Problemlösungen sind notwendig - wegen der sinkenden Verweildauer im Krankenhaus, der bestehenden Pflegebedürftigkeit, auch nach der Entlassung aus stationärer Pflege und Kurzzeitpflege und nachweisbar hoher Wiederaufnahmeraten in den Krankenhäusern.

Eine sinnvolle Antwort darauf gibt Case and Care Management – als Bindeglied zwischen Krankenhaus, sozialen Einrichtungen und dem „zu Hause“ der KlientInnen. Professionelles Arbeiten im Case and Care Management bedeutet fundiertes Fachwissen mit organisatorischen, persönlichen und sozialen Qualitäten zum Wohle der betroffenen Person, deren Vertrauenspersonen / Angehörigen und der beteiligten Gesundheits- und Sozialeinrichtungen einzusetzen.

Es werden Kompetenzen in der Beratung, Begleitung und Organisation entwickelt, um den Übergang der KlientIn von der betreuenden Einrichtung in ihre akzeptierte Lebensform auf hohem Qualitätsniveau abzusichern. Der zentrale Anspruch der Tätigkeit ist, bei KlientInnen und Angehörigen Ängste abzubauen, zu informieren und Sicherheit zu vermitteln.
Mag. Caroline Morhart-Putz, MSc Lerngangsbegleitung

Zielgruppe

  • Bereits praktizierende oder gerade in das Berufsfeld einsteigende Case and Care ManagerInnen aus Krankenhaus, Reha-Zentrum, Sonderkrankenanstalt, Alten- und Pflegeheim, mobile Dienste ... und / oder
  • im Gesundheits- und Sozialbereich tätige Berufsgruppen (z.B. DGKP, SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen …) mit mindestens 2 Jahren Berufserfahrung, die an der Begleitung von KlientInnen vom stationären Aufenthalt in eine andere Gesundheits- und Sozialeinrichtung bzw. ein anderes Versorgungssetting beteiligt sind.

Ausbildungsschwerpunkte

Zielsetzungen: Die TeilnehmerInnen ...
  • entwickeln ein professionelles Verständnis von Case and Care Management.
  • konkretisieren ihr eigenes Berufsbild und ihr Rollenverständnis.
  • wenden „Vernetzungskompetenz“ zwischen Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, KlientIn & extramuralen sozialen Diensten an.
  • setzen sich mit allen Phasen des Case Management Regelkreises (Identifikation, Zielvereinbarung, Versorgungsplanung, Implementierung, Monitoring, Evaluation) vertieft und praxisorientiert auseinander.
  • entwickeln Beratungskompetenzen.
  • können herausfordernde Gesprächssituationen professionell bewältigen.
  • haben rechtliche Kenntnisse und erkennen deren (Beratungs-)Konsequenzen.
  • wenden prozess- und ressourcenorientierte Fachkompetenz im Case and Care Management an.
  • sind mit Anforderungen und Methoden wissenschaftlichen Arbeitens vertraut und können Themen des Case and Care Management theoretisch fundiert bearbeiten.
Voraussetzungen für den Abschluss bzw. Zeugniserwerb (GuKG):
  • Teilnahme an der gesamten Weiterbildung (theoretischer und praktischer Teil)
    Das Fernbleiben beim Theorieteil darf aufgrund von Krankheit oder anderer, von der Lerngangsleitung als wichtig beurteilter Gründe, höchstens 15% der Stundenanzahl betragen.
  • Durchführung, Dokumentation und Nachweis über die absolvierten Praktika
  • Im Rahmen der Abschlussprüfung (schriftliche Abschlussarbeit und Kolloquium) wird beurteilt, ob die TeilnehmerIn die, für die fachgerechte Ausübung des Case and Care Managements, erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten erworben hat.

Praxisbezug und Berufspraktikum

  1. theoretische Weiterbildung (180h)
    Es werden teilnehmerInnen-, praxis- und transferorientierte Seminar- und Workshop-methoden eingesetzt: je nach Seminarthema Kombinationen aus Theorieinput,
    Lösungserarbeitungen in Einzel- und Gruppenarbeit, Rollenspiele, Kreativitäts- und
    Moderationstechniken, Situations- und Fallanalyse, Intervisionsgruppen, Entwicklungstagebuch.
  2. praktische Weiterbildung (110h):
    Der Transfer in die Praxis wird während des Lerngangs nachhaltig gefordert und gefördert. Auf der Ebene der TeilnehmerIn (Empowerment & Intervision), der Funktion des Case and Care Managements (Fallarbeit) und der Einrichtung (Optimierung der Nahtstellen des Case and Care Managements).
  • Empowerment und Intervisionsgruppe (20h): Mittels Intervisionsgruppen werden die TeilnehmerInnen vernetzt und in der „internen“ Anwendung von Reflexions- und Beratungskompetenzen gefördert.
    Ein Entwicklungstagebuch unterstützt die persönliche Reflexion und dient der Doku-mentation des Empowerments und der Intervisionsprozesse. Die Erkenntnisse wer-den in den Intervisionsgruppen gesichert und reflektiert.
  • Case and Care Management - Entlassungsmanagement / Nahtstellenmanagement (40h): Teilnehmende Beobachtung bei einer Case and Care ManagerIn und Nahtstellenpraktikum in relevanten Gesundheits- und Sozialeinrichtungen.
  • Fallarbeit (40h):Theoretisch fundierte Durchführung, Evaluation und Dokumentation eines KlientInnenprozesses anhand des Regelkreises des Case and Care Managements. Der KlientInnenprozess wird von der TeilnehmerIn durchgeführt und mit einer theoriegeleiteten Aufarbeitung des Themas „Case and Care Management“ ergänzt. Die Fallarbeiten werden im Rahmen eines Kolloquiums reflektiert. Die Fallarbeit ist die schriftliche Abschlussarbeit der Weiterbildung gemäß GuKG.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Gesamtkosten:
€ 2900,00

Abschluss:
Der Lerngang „Case and Care Management“ ist eine Weiterbildung im Sinne des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (§ 64 GuKG). Die Absolvierung der Weiterbildung berechtigt DGKP die Zusatzbezeichnung „Case and Care Management“ zu führen.

Preis exkl. 10 % USt. Im Preis sind die Verpflegungs- und ev. Nächtigungskosten nicht inkludiert.

Veranstaltungsort:
AT-4701 Bad Schallerbach

Weitere Informationen

Nächster Lerngangsstart: Jänner 2019

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Der Anbieter

Wir sind eine gemeinnützige Bildungseinrichtung und verstehen unsere Bildungsarbeit für die Gesundheits- und Sozialeinrichtungen im Sinne einer ganzheitlichen Bildung und Formung nach dem christlichen Menschenbild.

Ethische Grundhaltung soll mit fachlichem Können eine Einheit darstellen. Bildung dient in Form von Wissens- und Herzensbildung der Sicherung und Entwicklung des Gesundheits- und Sozialbereichs.

Aus- und Weiterbildung stellt die Weichen auf dem Weg in die Zukunft und ist eine Investition in den Erfolg der Gesundheits- und Sozialeinrichtung. Die hohe Qualität der Arbeit in der täglichen Praxis wird erhalten und gesteigert, wenn über praxis- und bedarfsorientierte Lerngänge und Seminare die benötigten Kenntnisse und Fähigkeiten erworben werden.

IBG-Institut für Bildung im Gesundheitsdienst GmbH

Linzer Straße 19
4701 Bad Schallerbach
Österreich