Lehrgang Erlebnispädagogik

Anbieter:
Österreichischer Alpenverein
Länder:
Oberösterreich
Salzburg
Tirol
Typ:
berufsbegleitend

Die Ausbildung

Der Lehrgang qualifiziert für Erlebnispädagogik im Handlungsfeld Sozialer Arbeit. Im Zentrum stehen Selbstreflexion, Projektmanagement sowie prozess- und lösungsorientierte Methoden in der Natur. Die Ausbildung in einer Outdoor-Sportart ermöglicht es, Naturräume zum Lernen zu nutzen. Sie können entweder nach drei Semestern als zertifizierteR Erlebnispädagoge/in abschließen oder sich in weiteren drei Semestern als akademischeR Erlebnispädagoge/in höher qualifizieren. Je nachdem erwerben Sie Kompetenzen für die Durchführung oder für die Gesamtleitung von erlebnispädagogischen Maßnahmen.

Die Entwicklungs- und Lernräume von Kindern und Jugendlichen haben sich stark verändert. Die Erlebnispädagogik nutzt den Lebensraum »Gruppe - Natur - Ich«, um Verhaltensdefizite auszugleichen und wichtige Persönlichkeitsmerkmale wie den Umgang mit Risiken oder die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten zu fördern. Gerade in der Jugendarbeit erreicht man durch Erlebnis und Reflexion mehr als durch Sanktionen und Regeln. Erlebnispädagogik eignet sich ebenso für verhaltensauffällige, zu resozialisierende Jugendliche wie zur beruflichen Orientierung. Die österreichische Szene der handlungsorientierten Outdoor-Pädagogik entwickelt sich sehr dynamisch. Damit auch die Qualität gewährleistet ist, wird verstärkt der Nachweis einer umfassenden Qualifizierung verlangt.
Dipl. Sozialpäd. (FH) Jürgen Einwanger Studiengangsleitung

Berufsbild und Karrierechancen

Der Lehrgang Erlebnispädagogik ist qualifiziert ein erlebnispädagogisches Konzept professionell und eigenverantwortlich operativ auszuführen. Er/Sie ist Auftragnehmer/in oder Angestellte/r einer Organisation die erlebnispädagogische Konzepte und Aktivitäten beauftragen/durchführen.

Kompetenzen der AbsolventInnen
  • Konzeption kleinerer erlebnispädagogischer Maßnahmen
  • Ausführung auch komplexer erlebnispädagogischer Projekte
  • Anamnesen, Bedarfseinschätzung und Konzepte als Arbeitsgrundlagen verstehen und resultierende Maßnahmen reflektiert umsetzen können
  • Betreuung von Jugendlichen (Beziehungsaufbau, Zielerarbeitung, Unterstützung bei Zielumsetzung, Umgang mit Krisen und Konflikten)
  • Administration (Berichtslegung, Dokumentation, Abrechnung

Lehrgangsaufbau (37 Ausbildungstage + Praxis)

  • Einstieg: „Ich «» Gruppe «» Natur - Grundlagen alpiner Erlebnispädagogik“ (4,5 Tage/2 ECTS)
  • Modul 1: „Selbstkonzept und Gruppendynamik“ (6 Tage/4,5 ECTS)
  • Modul 2: „Aktion => Reflexion => Transfer “ (5,5 Tage/3,5 ECTS))
  • Modul 3: „Sozialpädagogische Diagnostik“ (2,5 Tage/1,5 ECTS)
  • Modul 4: „Erste Hilfe Outdoor“ (2,5 Tage/1,5 ECTS)
  • Modul 5: „Alpine Erlebnispädagogik im Winter“ (3,5 Tage/2 ECTS)
  • Modul 6: „Prozess- und lösungsorientierte Methoden in der Natur“ (3,5 Tage/2 ECTS)
  • Technik: Fachsportliche Ausbildung (je nach Auswahl - mind. 40UE/2,5 ECTS)
  • Praxis: Projekt + Coaching + Facharbeit (Gesamt 140 UE/9,5 ECTS)
  • Abschluss: Kolloquium (2 Tage/1ECTS)

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Kosten:
Einstiegsseminar: ab 449,00 Euro (exkl. Selbstversorgung)
Zertifikatslehrgang: ab 3931,00 Euro (exkl. fachsportlicher Ausbildung und Einstiegsseminar)
Vollpension: ab 640,00 Euro (exkl. Selbstversorgung bei eingen Modulen)

Zulassungsvoraussetzungen:
Interessierte aus der Jugendarbeit nehmen am Einstiegsseminar teil. Erst nach diesem Seminar fällt die Entscheidung für eine Aufnahme in die Ausbildung.

1. Ausbildung und Erfahrung

  • Abschluss einer Ausbildung/eines Studiums im Bereich Sozialarbeit/Sozialpädagogik und entsprechende Berufstätigkeit in diesem Arbeitsfeld, oder
  • Abschluss einer anderen pädagogische Ausbildung und begleitend zum Diplomlehrgang in der Sozialen Arbeit tätig, oder
  • Nachweis von mindestens drei Jahren Berufserfahrung in der Sozialarbeit/Sozialpädagogik
Über die Anerkennung vergleichbarer Abschlüsse als Voraussetzung für die Bewerbung entscheidet die Lehrgangsleitung.

2. Eigene Motivation
  • Durch die Teilnahme am Einstiegsseminar soll für Interessierte aus der Jugendarbeit (die nach ihrer Selbsteinschätzung die Zulassungsvoraussetzungen für den Lehrgang erfüllen) die Möglichkeit entstehen, sich gut informiert für oder gegen eine Bewerbung zu entscheiden.
3. Empfehlung durch das Lehrteam
  • Für die Lehrteammitglieder soll während des Einstiegsseminars die Möglichkeit einer ersten Einschätzung der Interessierten entstehen – ihre Empfehlung ist Voraussetzung für die Bewerbung.
4. Gesundheit
  • Die TeilnehmerInnen müssen in guter gesundheitlicher und psychischer Verfassung sein (Nachweis durch medizinischen Auskunftsbogen und ggf. ärztliche Bestätigung).

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Ich bitte um:

Der Anbieter

Die Lehrgänge der Alpenverein-Akademie bieten praxisorientierte Aus- und Weiterbildung für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Je nach Interessensbereich wird haupt- und ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit Tätigen Vertiefung in verschiedenen pädagogischen und didaktisch-methodischen Konzepten ermöglicht.

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6020 Innsbruck
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